Ausgabe März/April 2019

Kehrseiten der großen Geste

bücking&kröger und die Harake Dance Company hinterfragen Sichtweisen

"Hyperbodies", bücking&kröger © Mayra Wallraff

Mit Inszenierungen von Emotionalität beschäftigten sich Raisa Kröger und Florian Bücking bereits in ihrem 2017 uraufgeführten Stück "Pornografie der Emotionen". Die oftmals überhöhte Selbstdarstellung von Benutzer*innen sozialer Medien gaben ihnen Anlass dazu. Eine globale Entwicklung führte das Duo zu seinem neusten Stück: die gefühlsüberladenen und kokettierenden Auftritte großer Politiker. "Hyperbodies" überträgt Pathetisches in eine anschwellende physische Über-Form – eine verlockende skulptural-choreografische Geste, die zugleich das Grimassenhafte schwülstigen Gebarens zum Vorschein bringt. Kitschig mag aus westlicher Sicht das Tanzstück "Rita – the long Rain" anmuten. Die syrische Tänzer*innen einende Harake Dance Company hüllt den Nahostkonflikt in eine israelisch-palästinensische Romeo und Julia-Story. Darf Pathos zum Frieden, aber nicht zum Krieg taugen? (cm)

bücking&kröger
Hyperbodies
28. – 31. März 2019
Uferstudios
www.uferstudios.de
Harake Dance Company
Rita – the long Rain
29. – 31. März 2019
Uferstudios
www.uferstudios.de

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