Ausgabe Mai-Juni 2022

Weibliches Aufbegehren

Wider patriarchale Gewalt am Theater RambaZamba

Selbstbestimmt: „Mujer“ von Sara Lu mit den RambaZamba-Performer*innen.
 © Michael Geißelbrecht

Text: Christine Matschke

Geldsorgen, Probleme mit der Arbeit, keine Dis­ tanz: In Corona­-Zeiten hat häusliche Gewalt zugenommen. Die überwiegende Zahl der Betroffenen sind Frauen. Absolut zeitgemäß also, dass RambaZamba­-Hauschoreografin Sara Lu dieses Thema jetzt für ihr neues Stück aufgreift. Mädchen und Frauen mit Behinderung erleben in ihrem Leben zwei­ bis dreimal häufiger Gewalt als der Bevölkerungsdurchschnitt, verrät die Ankündigung zum neuen Tanztheaterstück. In „Mujer“ entwickeln die Körper der Darstellerinnen transformative Kräfte und verwandeln sich zum künstlerischen Instrument, um gegen patriarchal geprägte Strukturen, Gewalt und Abhängigkeit aufzubegehren. Eine Abhängigkeit, die sich unter anderem auch sprach­lich niederschlägt, in dem die beiden Bedeutun­gen „Frau“ und „Ehefrau“ vereinenden Titel spani­schen Ursprungs. Mögen die tänzerischen Handlun­gen diesen Mangel an Differenz überwinden.

Sara Lu
Mujer
13.–14., 27.–28. Mai und 08.–09. Juni 2022
RambaZamba Theater
www.rambazamba-theater.de

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