Ausgabe Januar/Februar 2022

Umfeldbewusst

Die Tanzfabrik Berlin überprüft ihr Format OPEN SPACES

Mit dem Start eines neuen Leitungsteams stellt sich die Tanzfabrik Berlin ab 2022 intensive Fragen: Wie soll sich eine Kunstinstitution in Zeiten des Klimawandels positionieren? Wie lassen sich Vielfalt, Zugänglichkeit und eine Verteilung von Macht und Ressourcen in der eigenen Institution sicherstellen? Auf den Prüfstand kommt dabei auch das Präsentationsformat OPEN SPACES, das seit 2014 gebündelt die Arbeiten mit der Tanzfabrik assoziierter Künstler*nnen zeigt. Am radialsystem erschließen sich dabei zwei Arbeiten eine größere Bühne: In „Drang“ setzt sich Sergiu Matis gegen die Zumutungen des Kapitalismus zur Wehr. Ein gesteigertes Umweltbewusstsein wird, so die Ankündigung, zur treibenden Kraft auf der Bühne. Natur und Stadtraum beziehen Milla Koistinen, Paul Vali- koski und Ladislav Zajac aufeinander. Je ein*e einzelne*r Zuschauer*in erlebt in ihrer Installation „Terrain“ einen geführten Spaziergang durch eine unbekannte Landschaft. Das Verhältnis von Mensch und Natur steht auch im Fokus der Live-Installation „In Return“ von Sandra Man und Moritz Majce. Angesiedelt ist sie teils in den Uferstudios und teils im Weddinger Stadtraum. Eine Neuauflage vergangener Kollaborationen zeigen Christina Ciupke und Boris Hauf. Und Kareth Schaffer und Martin Hansen erkunden in „No More Suffering“ mit intensivem Körpereinsatz, ob Kunstschaffen und Leid untrennbar zusammenhängen. (eph)

OPEN SPACES 2022
18. – 28. Februar 2022
Tanzfabrik Berlin / Wedding, radialsystem & weitere Orte
www.tanzfabrik-berlin.de

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