edition November/December 2019

Starke Impulse

Drei Dezember-Premieren am Staatsballett Berlin

Polina Semionova probt Alexander Ekmans "LIB" © Jubal Battisti

Tanzjournalistin: Christine Matschke

Für seine Uraufführung von "Play" im Jahr 2017 lud Alexander Ekman die Tänzer*innen der Pariser Nationaloper ein, sich die kindliche Gabe des Spielens zurückzuerobern — ein Bühnenregen aus vierzigtausend Plastikbällen steht seitdem Symbol für das als Sensation geltende Stück. Für die Auftaktspielzeit der neuen Ko-Direktorin Sasha Waltz hat der aus Schweden stammende Ekman nun erstmals eine Choreografie für das Staatsballett Berlin kreiert. "LIB", soviel sei vorab verraten, hüllt virtuose Ballettkörper in Langhaarperücken und befreit sie humorvoll aus ihrem klassischen Bewegungs(wahrnehmungs)kodex. Geheimnisumwoben ist auch die von Sharon Eyal für das Staatsballett entworfene Arbeit "Strong" — einen starken Eindruck beim Berliner Publikum hat die israelische Künstlerin bereits 2018 mit ihrem vibrierenden Techno-Ballett "Half Life" hinterlassen. Fließende musikalische und tänzerische Impulse durchströmen "Sunny" von Emanuel Gat. Mit dem Ensemble des Staatsballetts bringt der Choreograf eine Neufassung des auf dem gleichnamigen legendären Song von Boney M. basierenden Stücks an die Volksbühne.

Alexander Ekman | Sharon Eyal
LIB | Strong
8. – 9., 12., 18. – 19. Dezember 2019
Staatsoper Unter den Linden
Emmanuel Gat
Sunny
17. – 19. Dezember 2019
Volksbühne Berlin
www.staatsballett.de

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