"This Is Me", Fleischlin-Messner © Roberti Conciatori

Liebe Leser*innen,
konkrete Zukunftspläne für den Berliner Tanz entstanden 2018, am Runden Tisch Tanz.

Auf drei Entwicklungsziele verständigten sich Tanzschaffende, Kulturpolitik und Verwaltung: die Verbesserung der Künstler*innenförderung, die Stärkung der bestehenden Tanzorte und die Einrichtung eines Hauses für Tanz und Choreografie. Als Finanzbedarf errechneten die Beteiligten je 6 Millionen Euro für die Jahre 2020 und 2021. Im Entwurf für den Berliner Doppelhaushalt 2020/21 aber sind nur 700.000 Euro eingestellt (Stand Mitte August). Zeit, für eine adäquate Ausstattung zu kämpfen: Proteste bis zur Haushaltsverabschiedung plant der Verein Zeitgenössischer Tanz Berlin, wie dessen Vorstand in tanzraumberlin berichtet.
Zukunft hier, (Zeit-)Geschichte dort: Beim Tanzkongress 2019 kam im Juni die Tanzszene in Dresden für eine Selbstverständigung zusammen. Die ganze Szene? Nein: Welche Ausschlüsse der Kongress für Tanzschaffende mit Behinderung produzierte, legen Gerda König, Anna Mülter, Perel und Noa Winter auf diesen Seiten dar. trb-Autorin Christine Matschke resümiert ihren Eindruck der fünf Tage. Und auch Meg Stuart, die Leiterin des Tanzkongresses, ergreift das Wort. Im Gespräch mit Astrid Kaminski geht die Berliner Choreografin auf Kritikpunkte ein – und verkörpert ihr Kongresskonzept: den vertrauensvollen, offenen Austausch.
Wie reagieren Künstler*innen auf die Klimakrise? Das erforscht die fünfteilige Reihe Klimata. Was Produzent*innen brauchen, um Tanzschaffende nachhaltig zu unterstützen, formuliert Björn Frers vom Produktionsbüro björn & björn. Und was im September und Oktober künstlerisch auf den Tanzbühnen passiert, steht in den Vorschauen und dem Kalender.

Frohes Tanz-Erkunden wünscht
Elena Philipp

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