Tanzpraxis

Tanzpraxis Ausblick

Stipendien Vergabe

Für die Jahre 2020 und 2021 wurden die Tanzpraxis Stipendien an 41 Künstler*innen aus den Stufen emerging, mid-career und senior Artists vergeben.

 

Emerging Artists (9.000 €)

Olympia Bukkakis (gesetzlicher Name Taylor Kendall)

Camille Chapon

Irina Demina

Xenia Taniko

Yoriko Maeno

Marc Philipp Gabriel

Julek Kreutzer

Ana Lessing Menjibar

Diethild Meier

Manon Parent

Joy Alpuerto Ritter

Alistair Watts

„Für mich persönlich bedeutet das Tanzpraxis Stipendium eine tiefgreifende Erleichterung. Meine künstlerische Arbeit ist spezifisch prozessbasiert. Das Tanzpraxis Stipendium ist die erste Förderung, die kontinuierliche künstlerische Praxis außerhalb von Produktionszyklen und Projektökonomie anerkennt, finanziell unterstützt und vergütet. Es ermöglicht mir, diese meist im Unsichtbaren stattfindende Arbeit nachhaltig und unter fairen Arbeitsbedingungen fortzuführen. Dazu gehören momentan unter anderem meine choreographische Bewegungsrecherche UNDER THE DOME in Zusammenarbeit mit Josefine Mühle, mein Engagement für Barrierefreiheit in der Tanzszene (Audiodeskription), sowie meine Arbeit an dem Format ’This Is Not A Project’, einer kollektiven Residenz für Nachhaltigkeit im Tanz.“                                     (Xenia Taniko, Emerging Artist)

 

Mid-Career Artists (18.000 €)

Saša Asenti

Zinzi Buchanan

Dragana Bulut

Shelley Etkin

Claudia Garbe

Lina Gómez

Zeina Hanna

Tümay Kilinçel

Gyung Moo Kim

Olivia Hyunsin Kim

Ligia Lewis

Sheena McGrandles

Ixchel Mendoza Hernández

Ania Nowak

Anna Nowicka

Francisco Ruben NsueMbese

Juliana Piquero

Natalie Riedelsheimer

Julia Rodríguez

Maria Francesca Scaroni

Kareth Schaffer

Enrico Ticconi

Claudia Tomasi

Lea Vettiger Moro

„Die letzten Jahre waren für mich wie ein Hinterherrennen nach Projektförderungen, um künstlerische Arbeiten realisieren zu können, und dabei finanziell so fair wie möglich zu meinen Kolleg*innen zu sein. Was ich vermisst habe, ist Zeit sich mit einem Thema aus verschiedenen Perspektiven auseinanderzusetzen, die eigenen Arbeitsweisen zu reflektieren – und dabei auch fair mir selbst gegenüber zu bleiben. Das Tanzpraxisstipendium gibt mir als chronisch kranke Künstlerin die Gelegenheit, mich mit anderen Künstler*innen in einer ähnlichen Situation auszutauschen und nach gemeinschaftlichen Formen des Arbeitens und der Fürsorge zu forschen. Es füllt damit eine Leerstelle und bietet mir Raum und Zeit mich künstlerisch weiterzuentwickeln und nach alternativen Herangehensweisen in meiner künstlerischen Arbeit zu suchen.“ (Olivia Hyunsin Kim, Mid-Career Artist)

 

Senior Artists (27.000 €)

Jule Flierl

Martha Hincapié Charry

Yuko Kaseki

Laurie Young

Sigal Zouk

„The privilege of receiving this scholarship allows me to work on a synthesis of practices. I will continue research into the relationship between choreography and gestures of political resistance by working alongside activists, scholars and artists both locally and internationally. I also wish to link this research and learn from urban planners and designers. This long term scholarship means I can integrate my interest in alternative archival practices both to further the research but also as a container for this period of time. I moved to Berlin in 1996 to immerse myself in the growing dance community of the city. Fast forward to 2021 and the Tanzpraxis signals the recognition that this significant independent dance community needs and deserves.“ (Laurie Young, Senior Artist)

 

Für den Doppelhaushalt 2022/23 soll ein Zwischenwert von 100 Künstler*innen – analog zur fiktiven Abfrage aus dem Runden Tisch Tanz – und ab 2024 der Zielwert laut norwegischem Modell von 1/8 der Tanzkünstler*innen erreicht werden.

Zur Unterstützung dieses perspektivischen Vorhabens braucht es zusätzlich zu einer Beurteilung von Seite der Stipendiat*innen, vor allem eine solide Evaluierung zum Beispiel in Form einer (tanz-)wissenschaftlichen Studie/Untersuchung.

Und schließlich noch der Ausblick auf den Modellcharakter dieses Pilotprojektes, der über die Berliner Tanzszene hinausweist: Es sollen Daten gewonnen werden, ob solche Langzeitstipendien auch auf Bundesebene eingeführt werden könnten – und ob damit nicht nur die freie Tanzszene, sondern alle freien Künste gefördert werden könnten.

 

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