Distribution

Distributionsförderung Ausblick

Die geförderten Projekte im Detail

Im Dezember 2020 wurden sechs Distributions-Vorhaben durch die Jury ausgewählt.

 

Barbara Greiner:

Die Produktionsleiterin Barbara Greiner wird in den kommenden Jahren verstärkt drei Berliner Künstler*innen unterstützen, mit denen sie teilweise bereits eine langjährige Zusammenarbeit verbindet: Begüm Erciyas, Christina Ciupke und Juan Dominguez. In Zeiten eingeschränkter und einzuschränkender Mobilität wegen der Klimakrise sollen Spielorte fokussiert werden, die mit dem Zug erreichbar sind. Gemeinsam mit den Künstler*innen werden Strategien erarbeitet, um künstlerische Arbeit im Digitalen sichtbarer zu machen. Zudem soll der Austausch mit Kolleg*innen aus dem Distributionsbereich nachhaltiger und kontinuierlicher gepflegt werden, z. B. durch die Einführung eines internationalen digitalen „Stammtischs“, an dem Wissen über Orte, Themen und Kontakte geteilt werden sollen.

 

Micaela Trigo / MIFRUSH Production:

Das Ziel des Projekts „Vernetzung und Zirkulation von Performing Arts-Produktionen in Europa und Brasilien“ ist, für die in Berlin lebenden Tänzer*innen Clébio Oliveira, Ricardo de Paula sowie für das Kollektiv Grupo Oito, die in diversen und multikulturellen Kontexten arbeiten, individuelle Distributionsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Einerseits soll die Verbindung zwischen in Europa und in Brasilien lebenden Künstler*innen intensiviert werden; andererseits langfristige Beziehungen zu Gastspielorten, Spielstätten und Festivals in verschiedenen europäischen Ländern aufgebaut werden.

 

Something Great:

Das Projekt „Tanzverstärker“ möchte mit zwei Projekten die nationale und internationale Distribution von Berliner Tanzschaffenden unterstützen. Zum einen durch konkrete Zusammenarbeit mit Michelle Moura, mit der Something Great seit 2017 zusammenarbeitet, und Eva Meyer-Keller, mit der Something Great ab Dezember 2020 zusammenarbeiten wird. Zum anderen werden in einem Pilot-Mentoring-Programm, das zwischen Februar und Oktober 2021 stattfinden wird, freischaffende Berliner Tanz-Produktionsleiter*innen dabei unterstützt, ein eigenes Distributionsbüro in Berlin aufzubauen. Der Open Call dazu läuft bis zum 10.01.2021.

 

Jana Lüthje / M.i.C.A. – Movement in Contemporary Art:

Mit dem Projekt „looking after / reaching out / moving on“ wollen Jana Lüthje, Raisa Kröger und Swetlana Gorich (M.i.C.A. - Movement in Contemporary Art) sowohl Schnittstellen von Distribution und Audience Development beleuchten als auch Synergien zwischen Künstler*innen anstoßen. Aus welchen Aspekten künstlerischer Arbeitsweisen lassen sich bestimmte Ansprechmodi an Kurator*innen, Publikum etc. generieren? Was eint und was unterscheidet die Künstler*innen und wodurch eröffnen sich die sinnvollsten Synergieeffekte? Ziel des Projektes ist es, ein Zusammenwirken der Bereiche Distribution, Produktion und Audience Development sowie auch der Künstlerinnen Milla Koistinen, Ixchel Mendoza Hernandéz und Anna Nowicka nachhaltig zu stärken. Die Distributionsvorhaben orientieren sich dabei an den jeweiligen Produktionen und Netzwerken der Künstlerinnen sowie der Produzent*innen und erwarten darüber hinaus synergetische Effekte, die sich nicht nur aus der Zusammenarbeit mit den drei Künstlerinnen, sondern auch aus der Vernetzung mit anderen Berliner Produktionsleitungen und Distributeur*innen ergeben.

 

Alexandra Wellensiek:

Auch Alexandra Wellensieks Distributionsarbeit ist fokussiert auf die Tanzpraxis ausgewählter Choreograf*innen: Eszter Salamon, Antonia Baehr und Jule Flierl. Wie diese Öffentlichkeitsarbeit unter den seit März 2020 herrschenden pandemischen Bedingungen zu konzipieren ist, steht im Zentrum ihrer Überlegungen. Wenn die Möglichkeiten von Live-Aufführungen weltweit gar nicht oder nur noch extrem eingeschränkt existieren, müssen andere Formen nicht nur für die Aufführungen sondern auch für die bislang physische Organisation der internationalen Distribution von Tanz gefunden werden. Welche zur Live-Aufführung alternativen Formate und welche Alternativen zu den herkömmlichen Tanzfestival-Veranstaltungen könnten jetzt sinnvoll sein? Alexandra Wellensiek wird sich um die Intensivierung der bereits seit Jahren bestehenden Kontakte im französischen Sprachbereich aber auch im gesamten europäischen Ausland kümmern –  ebenso wie um einen engen Informationsaustausch mit Berliner Produktionsleiter*innen. 

Für 2021 ist u.a. eine Kooperation zwischen der Berliner Choreografin und Performerin Jule Flierl und der slowenischen Performerin Irena Tomazin, sowie deren slowenischem Produktionsbüro geplant.

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