Tanzarchiv

Tanzarchiv Ausblick

Enge Bindung an die Praxis

Das zukünftige Tanz∆rchiv wird sich am konkreten Bedarf der Berliner Tanzschaffenden und Tanzinteressierten orientieren und die vielfältigen Perspektiven, Stimmen und Gruppen der Berliner Tanzszene einbeziehen.

Das aktuelle Projekt wird mit den oben genannten Vorhaben im Februar 2021 enden.Um die begonnene Arbeit am Konzept für ein Tanzarchiv in Berlin nicht zu gefährden, ist es wichtig, das Anschlussvorhaben von März 2021 bis Ende Dezember 2021 fortzusetzen. Um sie nachhaltig und kontinuierlich weiterzuführen, wäre es wünschenswert, die Steuerungsgruppe in der bisherigen Zusammensetzung bestehen zu lassen.

Den Austausch mit der künstlerischen Praxis zu stärken ist das grundlegende Ziel für die Fortsetzung des Projekts 2021. Folgende Fragestellungen stehen dabei u. a. in offenen Workshopformaten im Fokus:

  1. Was sind künstlerische Strategien der Archivierung bzw. Eigenarchivierung im Tanz? Wie ereignet sich Geschichte im Tanz? Oder wie ereignet sich Tanz in der Geschichte?
  2. Fragen nach Diversität, Inklusion und barrierefreier Zugänglichkeit sollen thematisiert werden: Was wird gesammelt? Wer entscheidet darüber, was gesammelt wird?
  3. Rechtliche Fragen des Archivierens
  4. Wie können künstlerische digitale Strategien im Tanz funktionieren?
  5. Wie kann eine tanzwissenschaftliche tanzhistorische Perspektive in das Projekt eingebunden werden?

Ziel ist es, einer neuerlichen Kanonbildung durch das Archiv entgegenzuwirken und die Entwicklung des Archivs von Anfang an (selbst-)kritisch zu begleiten. Das Archiv soll künstlerische, praktische und theoretische Erfahrungen gleichwertig kombinieren und damit nicht nur einen Blick zurück in die Vergangenheit ermöglichen, sondern Archivieren als einen Prozess des kontinuierlichen Dokumentierens und der Öffnung auf Zukünftiges verstehen.

Langfristig soll das Archiv, wie vom Runden Tisch Tanz vorgeschlagen, Teil des geplanten Haus für Tanz und Choreografie werden und damit auch räumlich eng an die Praxis gebunden werden. Bis dahin soll 2022 und 2023 übergangsweise ein mobiles Archiv installiert werden, das zwischen bestehenden (Tanz-)Orten (Produktionshäuser / Kollektive / Bibliotheken / Universitäten) wandert und künstlerische Projekte zum Thema Archiv präsentiert.

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