Initiativen

ATTENTION DANCE II

Bewährte und neue Instrumente für den Tanz in Berlin

Nach Abschluss des erfolgreichen EFRE-Programms "Attention Dance I" startet das Tanzbüro Berlin nun das Nachfolgeprojekt "Attention Dance II". Um den Tanz in Berlin und seine Sichtbarkeit weiterhin zu stärken, werden mit dem Rezensionsportal “tanzschreiber”, dem Vermittlungszweig “mapping dance berlin”, dem Weiterbildungsangebot “tandem” sowie der stadtweitden “kampagne” bewährte Module ausgebaut und bis Anfang 2021 durch viele neue Schwerpunkte bereichert. "Attention Dance II" ist ein Projekt des Tanzbüro Berlin, getragen vom Zeitgenössischen Tanz Berlin e.V. Das Projekt wird gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Berlin.

Tanzbüro Berlin
Pressemitteilung vom 26.06.2018

Nachdem im Programm "Tanzmarketing 2011-2015" unter anderem mit der Website tanzraumberlin.de, dem Magazin tanzraumberlin, der Rabattkarte tanzcard bzw. der jährlich stattfindenden Kampagne "Berlin tanzt" wichtige und nachhaltige Marketingmaßnahmen zur Stärkung der Berliner Tanzszene etabliert werden konnten, rief das Folgeprojekt "Attention Dance I" in den Jahren 2016 und 2017 spannende neue Module etwa zu Themen der Tanzrezension, Tanzvermittlung oder Produktionsleitung ins Leben. "Attention Dance II" knüpft an die Ansätze des Vorgängerprogramms an und gestaltet diese mit vielen neuen Schwerpunkten aus. Mit der Förderung durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa verfügt das gesamte Projekt für die Jahre 2018/21 über ein Volumen von 704.000 Euro.

mapping dance berlin
Anknüpfend an das erfolgreiche Modul der letzten zwei Jahre sollen bis Mitte 2019 weiterhin die breitgefächerten Möglichkeiten zur Tanzvermittlung erprobt werden – Tanzschaffende können Formatideen zur Tanzvermittlung einreichen und werden in Konzeption und Durchführung finanziert. Mit Beginn der Spielzeit 2019/2020 werden aus allen beauftragten mapping dance berlin-Formaten die innovativsten und wirkungsvollsten ausgewählt und zur Weiterentwicklung an verschiedenen Tanz-Spielstätten angewendet. Die Vermittlungsformate werden dann im Programm der kooperierenden Spielstätten mehrfach präsentiert und von Vermittlungs-Expert*innen in ihrer wiederholten Durchführung evaluiert. Die bis Ende 2020 erprobten Formate werden als Publikation für Künstler*innen, Spielstätten und Publikum verfügbar gemacht.
Einen besonderen Höhepunkt erlebt das Modul im Jahr 2020 mit einer großen und auf einen Tag konzentrierten partizipativen Aktion: Ein breites Angebot an vermittelnden Formaten soll vielfältige Rezeptionskreise ansprechen, den Zugang zum Tanz erleichtern, ein Kennenlernen von Künstler*innen der Stadt gewährleisten und das Verständnis für das Genre Tanz schärfen. Als offenes Programm bringt das Modul an diesem Tag für den Tanz eine vielfältige Stadtgemeinschaft in umfassendem Sinne barrierefrei in Kontakt.

tanzschreiber
Mit "Attention Dance I" konnte das Online-Rezensionsportal tanzschreiber entwickelt werden, das im Zeitraum von 1,5 Jahren 128 Texte zum Berliner Tanzgeschehen von wechselnden Tanzjournalist*innen veröffentlichte. Als sehr erfolgreiches Instrument in Zeiten einer immer stärker beschnittenen (Kultur-)Medienlandschaft beleuchtete der tanzschreiber die ästhetische und konzeptuelle Vielfalt des Tanzes in hochwertigen Texten und machte sie einem Fach- und Laienpublikum gleichermaßen zugänglich. Hier gilt es unbedingt anzuschließen und das Portal gleichzeitig konzeptionell zu erweitern. Künftig wird es in den Schreiber*innen-Teams auch englischsprachige Journalist*innen sowie gezielte Übersetzungen ins Deutsche oder Englische geben, ausgewählte Festivals werden schwerpunktmäßig begleitet, Vernetzungen mit lokalen und überregionalen Strukturen sind angestrebt und nicht zuletzt soll dem Portal eine begleitende Veranstaltungsreihe zur Seite gestellt werden, um das passive Lesen durch einen aktiven Austausch über kritische Schreibpraxis, die Entwicklung des Tanz-/Kulturjournalismus und die Beziehung zwischen Kunst und Kritik zu erweitern.

tandem
Mit dem Modul tandem reagierte das Tanzbüro Berlin in den vergangenen zwei Jahren auf einen deutlichen Mangel an freischaffenden Produktionsleiter*innen in Berlin und errichtete ein umfang-reiches Weiterbildungsprogramm, das zugleich die aktive Zusammenarbeit von Künstler*innen und Produzent*innen beförderte. In den kommenden Jahren soll dieses erfolgreiche Beratungs- und Qualifizierungsangebot in drei Phasen fortgesetzt werden und auch für den Aufbau angehender Dramaturg*innen geöffnet werden. Neben der Betreuung durch zwei Expert*innen werden den Teilnehmer*innen vielfältige Möglichkeiten zur lokalen und inter-/nationalen Vernetzung geboten. Ein regelmäßig organisierter Stammtisch soll allen ehemaligen und aktuellen Beteiligten Raum zum Austausch geben und Modelle der wechselseitigen Unterstützung anregen, etwa zur Bildung von neuen Produktionsbüros.

kampagne
Seit 2013 rückt die Tanzkampagne jährlich in einem Zeitraum von ca. 6 Wochen das breite Angebot des Berliner Tanzes in den Fokus. Mit einem gemeinsamen Marketingauftritt können dadurch in jeder Spielzeit rund 200 Aufführungen an über 30 Bühnen gebündelt beworben werden und bekommt die Wirkung von Tanz auch jenseits der Bühnen eine deutlich verstärkte Sichtbarkeit.
Auf diesem erfolgreichen Potential wird die Doppelkampagne 2017/2018 aufbauen und als Novum Gemeinschaftsaktionen, erhöhte digitale Vernetzung sowie ein konkretes Bild der Berliner Tanzvielfalt in den Mittelpunkt stellen. Es soll ein serielles Konzept mit hohem Wiedererkennungswert erarbeitet werden, das sich bis 2019 zur bislang größten und umfangreichsten Kampagne steigern wird. Neben den bewährten Maßnahmen (Imagetrailer für Kino und Online, Großflächenplakatierung im Stadtraum Berlin, Produktion und Distribution von weiteren Printprodukten, Online- und Print-Anzeigen, Medienpartnerschaften) werden dabei folgende weitere Schwerpunkte gesetzt: deutlich erhöhte digitale Präsenz mit dem Ansatz, virale Effekte zu erzeugen, gezielte Platzierung von Vermittlungsangeboten des Moduls mapping dance berlin, verstärkte journalistische Begleitung der Kampagne durch das Modul tanzschreiber, eine Broschüre zur Kampagne, u.v.m. Im Jahr 2020 tritt an die Stelle der mehrwöchigen Kampagne mit dem Tag für den Tanz eine konzentrierte partizipative Aktion.

online marketing
Damit die Aktionen der Kampagnen nicht unmittelbar nach Ende der Laufzeiten ihre Wirkung verlie-ren, wird erstmals ein/e Mitarbeiter*in für Online-Marketing ganzjährig die Schnittstelle Kunst und Publikum bilden und die digitale Community mit spannenden Informationen und punktuellen An-geboten zum reichhaltigen Tanzgeschehen der Stadt "in Bewegung" halten.

Wir freuen uns sehr, dass wir mit den ausdifferenzierten und neu gestalteten Modulen die Sichtbarkeit und Stärkung des Tanzes auf hohem Niveau befördern können.

Zur Pressemitteilung von Attention Dance II geht es hier.

Tanzbüro Berlin in Kooperation mit Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V.

Rückfragen:
Tanzbüro Berlin
Uferstr. 23
13357 Berlin
Tel: 030 – 460 643 51 / 53
Fax: 030 – 460 643 56
postnoSpam@tanzbuero-berlin.de
www.tanzraumberlin.de

"Attention Dance" ist ein Projekt des Tanzbüro Berlin, getragen vom Zeitgenössischen Tanz Berlin e.V. Das Projekt wird für die Jahre 2018 bis 2021 gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Berlin. Die Projekte "Tanzmarketing" sowie "Attention Dance I" wurden in den Jahren 2011- 2015 und 2016-2017 bereits durch EFRE-Mittel gefördert.

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