Corona

Was tun?

Hier versammeln wir wichtige Informationen und Tips für Künstler*innen und Kultureinrichtungen. Fortlaufende Informationen findet ihr auch auf unseren Social Media Kanälen. Bei Fragen wendet Euch gern unter beratung@tanzbuero-berlin.de an uns!


Aktuelle Förderprogramme in reaktion auf corona

Alle aktuellen für den Tanz relevanten Berliner und nationalen Förderfristen finden sich hier.

Neustart Kultur - Dachverband Tanz Deutschland DIS-TANZ-SOLO: Die stipendienartige Förderung bezieht sich auf Vorhaben von Tanzschaffenden, die das Ordnen, Dokumentieren, Archivieren (von Requisiten, Bühnenbildern, Programmheften, Videos etc.), Recherchieren, Weiterbilden und Entwickeln ihrer Arbeit, ihrer Vorhaben und Projekte beinhalten und sich den zum Teil unsichtbaren Bereichen des künstlerischen Arbeitens widmen. Beantragen können Soloselbständige im Tanz – Choreograf*innen, Tänzer*innen, Dramaturg*innen, Produzent*innen, Kurator*innen, Techniker*innen, Tanzvermittler*innen, etc, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Fördersumme: Mind. 4.500€ und max. 13.500€ für mind. 3 bis max. 9 Monate. Eine Kombination mit anderen Stipendienprogrammen des Bundes ist dabei im Förderzeitraum ausgeschlossen. Weitere Informationen finden sich hier.
Bewerbungsfrist: 22.03.2021 (Bewerbungsstart 01.03.2021)

 

Soforthilfemaßnahmen

Bund - November-/Dezemberhilfe:
Unternehmen bzw. Soloselbständige, die von den aktuellen Schließungen betroffen sind, können einen Antrag auf November- bzw. Dezemberhilfe stellen. Sie sollen 75% des entsprechenden Umsatzes im November/Dezember 2019 bzw. Soloselbständige des durchschnittlichen Umsatzes aus 2019 erhalten. Solo-Selbständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können mit dem Direktantrag in eigenem Namen (ohne prüfenden Dritten) bis 5000 € beantragen. Voraussetzung für die Anmeldung ist ein ELSTER-Zertifikat. Achtung: Der Direktantrag auf November- und Dezemberhilfe kann nur einmal gestellt werden. Eine nachträgliche Änderung des Antrags nach dem Absenden ist über das digitale Antragssystem derzeit noch nicht möglich.
Antragsfrist: 30.04.2021

Bund & Berlin: Überbrückungshilfe III & Neustart Berlin
Seit 16.02.2021 können Anträge auf Neustarthilfe im Rahmen der Überbrückungshilfe III gestellt werden. Der Förderzeitraum für die Neustarthilfe ist Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50% eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal aber 7.500€ (Bsp.: Bei einem Jahresumsatz von 30.000€ beträgt der sechsmonatige Referenzumsatz 15.000€ und kann die maximale Summe von 7.500€ beantragt werden). Die Hilfe wird in einem Betrag ausgezahlt. Weitere Informationen finden sich hier und in den FAQ. Zum Antragsformular über das ELSTER-Formular geht es hier. Das Land Berlin plant eine ergänzende "Neustarthilfe Berlin" für Soloselbständige. Diese sieht einen aufgestockten Fördersatz von 75% des Referenzumsatzes vor und will insbesondere Soloselbstständige unterstützen, die im Jahr 2019 niedrige Umsätze erwirtschaftet haben. Der maximale Fördersatz bleibt bei 7.500€. Das Vorhaben wird dem Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin am 17.03.2021 zur Genehmigung vorgelegt.

Bund - Überbrückungshilfe III für Unternehmen:  Einheitliches Kriterium bei der Antragsberechtigung: Alle Unternehmen mit mehr als 30 % Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten. Das heisst: Keine Differenzierung mehr bei der Förderung nach unterschiedlichen Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit. Erweiterung der monatlichen Förderhöhe: Anhebung der Förderhöchstgrenze auf bis zu 1,5 Millionen Euro pro Fördermonat (bisher vorgesehen 200.000 bzw. 500.000 Euro) innerhalb der Grenzen des europäischen Beihilferechts. Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2021. Abschlagszahlungen: Abschlagszahlungen wird es für alle antragsberechtigten Unternehmen geben, nicht nur für die von den Schließungen betroffenen Unternehmen. Sie sind bis zu einer Höhe von 100.000 Euro statt bislang vorgesehenen 50.000 Euro für einen Fördermonat möglich. Weitere Informationen finden sich hier.

 

Proben- & PräsenTationsbetrieb

Laut der aktuellen Verordnung des Landes Berlin vom 02.02.2020 ist der Kulturbetrieb ebenso wie der Betrieb von Tanzschulen weiterhin eingestellt. Die Sicherheit von Mitarbeiter*innen im Rahmen von Probenprozessen sind nach den Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes zu gewährleisten. Anhaltspunkte hierfür bieten die Branchenspezifischen Handlungshilfen der VBG Unfallkasse, die sich auch auf die aktualisierten Orientierungshilfen des Vereins für Tanzmedizin ta.med beziehen.

 

WEITERE HILFSPROJEKTE

Crowdfunding: Die Crowdfunding-Plattform Startnext hat eine Crowdfunding-Hilfsaktion gestartet und in seinen Richtlinien das Alles-oder-nichts-Prinzip ausgesetzt. Das heißt, jeder Cent wird fortan ausgezahlt: Link. Andere Plattformen wie Gofundme haben ähnliche Modelle, um Corona-Geschädigten zu helfen.

Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V.: Der ZTB hat ein Projekt ins Leben gerufen bei dem Tanzschaffende bei Hilfeleistungen untereinander (wie z.B. Übersetzung, Beratung und sonstige künstlerische Expertise) eine Vergütung erhalten können.
Link

kulturBdigital: In Anbetracht des Wechsels zum Live-Streaming aufgrund von derzeitgen Schließungen und Absagen wird ein "How to"-Leitfaden zum Streaming sowie Rat durch einen Experten hinsichtlich rechtlicher Aspekte angeboten.
Link

 

GRUNDSICHERUNG

Arbeitslosenversicherung / Grundsicherung:
Für Selbstständige besteht die Möglichkeit, sich arbeitslos zu melden, sofern eine Arbeitslosenversicherung abgeschlossen wurde. Wer arbeitslos gemeldet ist, darf allerdings auch nicht arbeiten - selbst wenn wieder Aufträge vorhanden sind. Wer keine Arbeitslosenversicherung hat, kann auch Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) beantragen, auch bekannt als Hartz IV. Für Kultur- und Medienschaffende, denen durch die jetzige Krise das Einkommen oder die wirtschaftliche Existenz wegbricht, wird der Zugang zu Leistungen der Grundsicherung vereinfacht. Wer zwischen dem 1. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und dabei erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen (weniger als 60.000 € für die erste Person im Haushalt bzw. 30.000 € für jede weitere Person), hat Anspruch auf Grundsicherung (ALG II / Hartz 4). Die tatsächlichen Kosten für Miete und Heizung werden anerkannt. Niemand muss in der Zeit umziehen, weil seine Mietkosten die ansonsten geltenden Grenzen überschreiten. Die Selbständigkeit bleibt erhalten, d.h. die Betreffenden müssen nicht für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Regelungen gelten auch für Beschäftigte, die aufgrund der Corona-Pandemie in Kurzarbeit sind.
Link I,  Link II

Kinderzuschlag: Der „Notfall-KiZ“ ändert den Zugang zum Kinderzuschlag. Familien mit geringem Einkommen können dadurch einfacher monatlich bis zu 185 Euro pro Kind erhalten. Dies trifft zu, wenn Eltern z.B. Kurzarbeitergeld erhalten, selbstständig sind und derzeit keine oder verringerte Einnahmen haben, weniger Bezüge durch entfallene Überstunden haben oder Arbeitslosengeld bzw. Krankengeld beziehen. Prüft vor Antragstellung mit dem KiZ-Lotsen, ob Ihr Anspruch auf Kinderzuschlag habt. Wenn ja, stellt einen Antrag auf den Notfall-KiZ online. Wenn Ihr dies im Laufe des Aprils tut, erhaltet Ihr das Geld für den ganzen Monat April. Alle nötigen Unterlagen finden sich auf der Seite Merkblätter, Formulare und Anträge der Familienkasse.

Aufenthaltstitel: Am 24. März 2020 und am 27. März 2020 hat die Berliner Ausländerbehörde zwei Allgemeine Anordnungen erlassen. Darin heißt es, dass die Aufenthaltserlaubnis nicht ungültig wird, wenn zwischen dem 18. März 2020 und dem 17. Juni 2020 Kurzarbeitergeld, SGB II (Hartz IV), SGB XII (Sozialhilfe) oder AsylbLG (Asylbewerberleistungsgesetz) bezogen wird. Weitere Informationen finden sich hier.

 

Dokumentation von Einahmeausfällen | Rechtliche Grundlagen
 

Dokumentieren: Dokumentiert in jedem Fall aktuelle Einnahmeausfälle für den späteren Nachweis. Gemeinsam mit TanzSzene Baden-Württemberg, Tanzbüro München, nrw landesbüro tanz und Tanzbüro Berlin hat der Dachverband Tanz hierfür eine einheitliche und einfach zu handhabende Tabellenstruktur entwickelt, die ihr für Euch nutzen und zur Information an den Dachverband Tanz schicken könnt.
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Informieren: Hilfreiche Informationen zur Frage, wann ein Anspruch auf ein Ausfallhonorar bei der Absage von Veranstaltungen besteht, gibt die Rechtsanwaltskanzlei Laaser.
Link

Beraten lassen: Schreibt und an beratung@tanzbuero-berlin.de, wir melden uns schnellstmöglich per Email oder telefonisch zurück. Kostenlose telefonische Erstberatung für Unternehmen, Freelancer und Einrichtungen, die von Schließungen, Absagen und Ausfällen betroffen sind, bietet die Härting Helpline. Teilt per Mail an corona@haerting.de ein paar Stichworte und Eure Telefonnummer mit und Ihr werdet zwischen 12 und 18 Uhr zurückgerufen. 
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Versicherungen | Steuer | Miete
 

KSK: Um Versicherten während der Corona-Krise entgegenzukommen, bietet die Künstlersozialkasse u.a. Zahlungserleichterungen, Zahlungsaufschübe bzw. Herabsetzungen der monatlichen Vorauszahlungen an.
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Finanzamt: Ihr könnt einen Antrag auf Herabsetzung bzw. Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer stellen. Fällige Steuerzahlungen lassen sich stunden (aufschieben), Säumniszuschläge können erlassen werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen kann vorübergehend ebenso verzichtet werden. Bitte wendet euch direkt an das für euch zuständige Finanzamt.
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Miete: Sollten Mietzahlungen für Euch aufgrund von Corona problematisch werden, dürfen Vermieter wegen Mietschulden aus dem Zeitraum zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 das Mietverhältnis nicht kündigen. Der Vermieter sollte umgehend informiert werden. Die Mietzahlungen müssen zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachgeholt werden.
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Informationen zu laufenden Förderprogrammen
 

Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa: Bei Absage der Veranstaltungen aufgrund höherer Gewalt können die angefallenen Kosten als zuwendungsfähige Ausgabe anerkannt werden, ggf. kann die Maßnahme digital durchgeführt werden oder später nachgeholt werden. Es dürfen Ausfallhonorare an zum Stichtag 15.3.2020 bereits engagierte Künstler*innen i.H.v. 60 % des Honorars (analog angestellte Künstler*innen) gezahlt werden, auch wenn Ausfallhonorare nicht ausdrücklich vereinbart wurden. Weitere Verfahrensvereinfachungen für Zuwendungsempfänger*innen zur Abfederung der Covid-19 Folgen finden sich hier. Anträge zu aktuell laufenden Förderprogrammen können online eingereicht werden. Derzeit ist jedoch offen, ob und wann die Förderentscheidungen getroffen werden. Zu Hilfen für selbständige Künstler*innen geht es über diesen Link . Ebenfalls hat die Kulturverwaltung mittlerweile FAQs für Zuwendungsempfänger*innen, Antragsstellende sowie zu weiteren Hilfsangeboten für freie Kulturschaffende veröffentlicht.

Fonds Darstellende Künste: Ausführliche Informationen zum Umgang mit Mitteln des Fonds Darstellende Künste werden laufend aktualisiert. Der Fonds bemüht sich in Einzelfallentscheidungen um Lösungen mit den Fördernehmer*innen. Der Geschäftsführer Holger Bergmann bietet Telefon- oder Skype-Termine (10 bis 15 Minuten) für alle bundesweit agierenden freien darstellenden Künstler*innen und deren Einrichtungen dienstags, mittwochs und freitags von 14.00 Uhr – 15.00 Uhr an. Nur nach Vereinbarung mittels einer E-Mail an geschaeftsfuehrungnoSpam@fonds-daku.de.
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Nationales Performance Netz: Bereits bewilligte Gastspiele, die aufgrund von Corona abgesagt wurden, können bis spätestens zum 28. Februar 2021 zu einem anderen Zeitpunkt realisiert werden. Wenn ein Gastspiel abgesagt wurde, das Honorar bzw. Sachkosten dennoch an die Künstler*innen/ die Kompanie ausgezahlt werden, prüft NPN im Einzelfall und ist bemüht, unvermeidbare, bereits getätigte Kosten zugunsten der Geförderten anteilig in Größenordnung des vertraglich vereinbarten prozentualen Förderanteils zu fördern. Bei abgesagten Gastspielen, die in einem anderen Format (z.B. als Live-Stream) realisiert werden können, prüft NPN im Einzelfall die Fortführung der Förderung.
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Kulturstiftung des Bundes: Auch wenn vorgesehene Veranstaltungen nicht stattfinden können, sind die bis zu einer möglichen Absage oder Terminverschiebung entstanden Kosten zuwendungsfähig. Laufende Projekte können die bisher angefallenen Ausgaben im Rahmen der Fehlbedarfsfinanzierung grundsätzlich geltend machen. Bestehende Projektförderungen können – falls möglich - durch Änderungen an die neue Situation angepasst werden. Das kann z.B. durch Terminverschiebungen oder das Einsetzen von digitalen Formate geschehen. Absagen, Teilabsagen und Ersatz durch andere Formate sind vertragsrelevante Projektänderungen. Welche Änderungen inhaltlich, organisatorisch und technisch möglich sind, entscheiden zunächst Sie als Projektträger. In einem zweiten Schritt informieren Sie die Kulturstiftung des Bundes schriftlich über die beabsichtigten Maßnahmen und den veränderten Kosten- und Finanzierungsplan. Auf Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ist nun unter bestimmten Bedingungen die Zahlung von Ausfallhonoraren für Künstlerinnen und Künstler möglich, deren Auftritte wegen der Coronakrise hinfällig wurden.
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