Aktuelles aus Berlin

Runder Tisch Tanz

Aktueller Stand der Haushaltsverhandlungen

Im Rahmen der laufenden Haushaltsverhandlungen zum Doppelhaushalt 2020/2021 fand nach zwei fachspezifischen Lesungen im Kulturausschuss (August & September) am 06.11.2019 die abschließende Haushaltslesung im Hauptausschuss statt.

Bzgl. der Umsetzung des Runden Tisch Tanz wurde darin der Änderungsantrag der Regierungskoalition wie folgt angenommen:

Mehr in 2020 i.H.v. 1.000.000 € und in 2021 i.H.v. 1.195.000 € zur Umsetzung von Ergebnissen aus den Empfehlungen des Runden Tisches Tanz als erste Stufe des Entwicklungsprogramms Tanz 2019-2025. Davon Mehr i.H.v. 270.000 € in 2020 und 210.000 € in 2021 für das Pilotprojekt „Tanzpraxis“; Mehr i.H.v. 193.000 € in 2020 und 410.000 € in 2021 für das Pilotprojekt „Residenzförderung“; Mehr i.H.v. 400.000 € ab 2020 für die Stärkung dezentraler Tanzorte; Mehr i.H.v. 38.750 € in 2020 und 43.750 € in 2021 für das Pilotprojekt „Distributionsfonds“; Mehr i.H.v. 35.000 € in 2020 und 70.000 € in 2021 für die Konzeption eines Hauses für Tanz und Choreographie; Mehr i.H.v. 23.250 € in 2020 und 21.250 € in 2021 für die Konzeption eines Tanzarchivs; Mehr i.H.v. 40.000 € ab 2020 für die Konzeption eines Tanzvermittlungszentrums.

Erfreulich ist, dass im Fall eines finalen Beschlusses am 12.12.2019 alle Maßnahmen der durch das Netzwerk TanzRaumBerlin, Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V. und Tanzbüro Berlin im Sommer aufgestellten “Strukturförderung Tanz” ab 2020 mit ersten Schritten umgesetzt werden müssten. Diesem positiven Zeichen geht ein bemerkenswerter Abstimmungsprozess der Freien Tanzszene voraus, die aufgefordert wurde, eine Mittelverteilung zu einer deutlich geringeren Summe im Vergleich zur formulierten Minimalversion der “Strukturförderung Tanz” vorzunehmen. Eine große Vertreterschaft des Runden Tisch Tanz, des Netzwerks TanzRaumBerlin, des ZTB e.V. und des Tanzbüro Berlin kam kurzfristig zusammen und hat sich dieser kaum lösbaren Aufgabe in einem sehr konstruktiven Arbeitstreffen angenommen. Die Entscheidung fußt damit auf einer erfreulich breiten Basis. Der Kompromiss bleibt dennoch schmerzhaft und betrifft v.a. die Säule “Stärkung dezentrale Orte” – für deren solide Ausstattung fehlen weiterhin rund 850.000 €, mindestens jedoch 300.000 €.

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