Open Calls

Open Call: Berliner Residenzprogramm Tanz | FELD Theater

Bewerbungsfrist: 15.08.2022 (verlängert)

Das FELD Theater für junges Publikum schreibt eine sechswöchige Residenz im Zeitraum September 2022 – 15. November 2022 aus. Außerdem findet eine einwöchige Residenz im Rahmen von FELD Fusion statt. Der Open Call wendet sich an Künstler*innen, Tänzer*innen und Choreograph*innen, ob Einzelkünstler*in oder Gruppe/Kollektiv, die in Berlin arbeiten und leben. Insbesondere wenden wir uns an Künstler*innen, die bislang noch nicht bzw. wenig für junges Publikum gearbeitet haben. Die Resident*innen entwickeln ein Modell der Partizipation, bei dem sie soziale Akteure einbeziehen. Die hier gemachten Erfahrungen sollen Impulse setzen für die eigene künstlerische Weiterentwicklung. Zur Verfügung stellen wir unser FELD Zimmer. Der Zeitraum wird in Absprache mit dem FELD organisiert. Die Residenz wird durch Mentor*innen von FELD begleitet. Wir unterstützen ebenfalls bei Kontakten zu Akteur*innen wie z.B. Schule, Kita, Nachbarschaftstreff oder Senior*innenheim. Voraussetzung für die Bewerbung ist die Beantwortung unseres Fragebogens bis zum 15.08.2022.

GRUNDGEDANKEN ZUM RESIDENZPROGRAMM

PARTIZIPATION

Das FELD Theater versteht Partizipation nicht nur als Vermittlung eines Kunstproduktes in Richtung Publikum, sondern denkt sie als dialogisches, künstlerisches Prinzip in Strukturen und kreativen Prozessen von Anfang an mit. Das FELD Theater vertritt und entwickelt ein Kunstverständnis, bei dem Künstler*innen wie Akteure/Zuschauer*innen kreativ in künstlerischen Formaten miteinander in den Dialog treten. Das können Beteiligungsprojekte sein, in denen Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Senior*innen selbst künstlerisch aktiv sind, oder aber das Einbeziehen von sozialen Akteuren als (Zuschau-)Expert*innen in Entwicklungsphasen von Produktionen. Es sind aber auch Aufführungen, deren Darbietungs- und Kommunikationsstrategien generell Zuschauer*innen aktiv involvieren (mental oder in Aktion).

Ein partizipatives Modell für eine Residenz zu entwickeln bedeutet nicht automatisch, dass die Künstler*innen ein partizipatives Inszenierungsformat kreieren, sondern dass sie in diesen künstlerisch-forschenden Dialog mit anderen Menschen aus ihnen vielleicht auch unbekannten kulturellen Hintergründen oder aber auch in ihnen nicht-vertrauten sozialen Kontexten eingehen. Das Format ist dabei völlig offen.

KÜNSTLERISCHE FORSCHUNG

Künstlerische Entwicklung im Allgemeinen, insbesondere aber die Entwicklung künstlerischer Projekte für junges Publikum und neuer Formate, wie wir sie anstreben, braucht Raum und Zeit für künstlerische Forschungen, bei denen ohne Produktionsdruck und Erfolgszwang Ideen und Ansätze ausprobiert, weiterentwickelt oder wieder verworfen werden können. Dieser Prozess ist Kern künstlerischen Schaffens. Künstlerische Entwicklung braucht zudem Freiräume, in denen Neues gewagt, ausprobiert und Grenzen ausgelotet werden können, ohne zwangsläufig zu einem sofortigen Ergebnis führen zu müssen.

PARTIZIPATIVE KÜNSTLERISCHE FORSCHUNG

Dieser Freiraum ist gerade für die Arbeit mit jungem Publikum zentral: Mit seinen von Erwachsenen abweichenden Zugängen und manchmal auch unerwarteten, überraschenden Reaktionen auf ästhetische Angebote fordern junge Zuschauer*innen die erwachsenen Künstler*innen häufig zum Umdenken und Umarbeiten ihrer Ideen auf. Dieser offene Experimentierraum ist aber auch für Künstler*innen essenziell, die aus ihrem gewohnten Arbeits- und Wirkungsfeldern herausgehen und alternativen Publika und sozialen Akteuren begegnen möchten.

TERMINE und KONTAKT

Deadline Bewerbung: 15.08.2022 (verlängert)

Kontakt: infonoSpam@jungesfeld.de

Stichwort: Residenz in FELD

► Zum Bewerbungsformular

Die Residenz findet im Rahmen des Pilotprojektes ‚Residenzen in Tanz'  der Kulturverwaltung des Berliner Senates vorbehaltlich der Bewilligung und Bereitstellung der Fördermittel statt.

 

Aktualisiert am 08.08.2022.

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