Sonstiges

Neuerscheinung | "Glocal Bodies" von Elaheh Hatami

Glocal Bodies: Dancers in Exile and Politics of Place: A Critical Study of Contemporary Iranian Dance
Elaheh Hatami, 2022,  transcript Verlag
Stichworte: Tanz, Tänzerinnen, Exil, Gender, Transformation, Zeitgenössigkeit, Displacement, Marginalisierung, in-betweennes

Dieses Buch ist eine kritische Studie des iranischen Tanzes und der Werke iranisch- amerikanischer Tänzerinnen im Exil. Das Buch konzentriert sich auf die Untersuchung des zeitgenössischen iranischen Tanzes durch die Analyse der Choreografie iranisch- amerikanischer Tänzerinnen Aisan Hoss, Shahrzad Khorsandi und Banafsheh Sayyad in der Diaspora. 

Die Forschung gehört zur ersten ihrer Art. Im Zentrum des Global Bodies steht die Transformation der Form des professionellen iranischen Tanzes, wobei die Rolle von relocation und displacement bei der Aufführung diskutiert wird. Die Ausarbeitungen verdeutlichen, dass der iranische Tanz und die von dort stammenden Tänzerinnen seit jeher im Exil gewesen sind – im physischen sowie metaphorischen Sinn des Wortes, die Fremdheit, die Ausgrenzung und die Marginalisierung impliziert.

In der Analyse wird deutlich, dass die Tänzerinnen Aisan Hoss, Shahrzad Khorsandi und Banafsheh Sayyad die Einwanderung und das Exil als Chance genutzt haben. Durch Experimente und Innovationskraft ist es den Frauen, die Hatami ‚Glokal Tänzerinnen‘ nennt, gelungen, trotz doppeltem Exil und der Verortung zwischen verschiedenen Dichotomien wie Tradition vs. Moderne, Ost vs. West, alte vs. neue Heimat, Selbst vs. Andere, Inklusion vs. Exklusion und Lokalisierung vs. Globalisierung ihre individuellen Techniken zu etablieren und sowohl in der US-Diaspora als auch im Iran Einfluss zu gewinnen. Das Studium des zeitgenössischen iranischen Tanzes ohne Berücksichtigung der Rolle dieser Tänzerinnen wäre unvollständig.

 

Veröffentlicht am 27.10.2022

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