Antragsfristen Archiv

Fonds Darstellende Künste

Bewerbungsfrist: 05.04.2020

Anpassung und neue Frist für die Initialförderung als Reaktion auf Covid-19.

Der Fond Darstellende Künste reagiert kurzfristig auf die bundesweiten Ausfälle von Aufführungen, Proben und Premieren mit einer Anpassung seiner Förderung. Mit dieser ersten Fördermaßnahme passt der Fonds seine Initialförderung an und nimmt zunächst von durch Corona bedingten Einkünfteausfällen betroffene frei produzierende Künstler*innen, die in den letzten zehn Jahren durch den Fonds gefördert wurden, in den Blick.

Um bundesweit eine schnelle Förderung für die freischaffenden Darstellenden Künste zu ermöglichen, schreibt der Fonds ein #takecare-Initialprogramm als Anpassung der bestehenden Initialförderung aus. Eine solche Förderung mit einfachen Zugängen soll kurzfristig zumindest  einem Teil der freischaffenden darstellenden Künstler*innen eine Alternative zu abgesagten Beschäftigungen bieten. Ein Nachweis des Honorarausfalls ist hier erforderlich. Die Antragssumme soll der Höhe des nachweisbaren Ausfalls entsprechen, maximal jedoch 5.000,00 Euro betragen. Die Anträge dürfen höchstens 10% Sachausgaben beinhalten und sind zu 90% als Honorar(e) zu planen. Die Ausfälle müssen durch Verträge, Förderzusagen, fixierte Planungen und deren Absagen durch Koproduktionspartner*innen, Ensembleleitungen oder andere Absageschreiben nachgewiesen werden. Die antragstellenden Künstler*innen müssen in den letzten zehn Jahren künstlerisch in einer vom Fonds geförderten Produktion mitgewirkt haben und dies über die Nennung der geförderten Produktion und ihre Beteiligung an dem/den geförderten Vorhaben nachweisen.

WAS WIRD GEFÖRDERT?

Für die in #takecare geförderten Vorhaben stehen die künstlerische Idee sowie die ergebnisoffene und produktionsunabhängige Beschäftigung im Mittelpunkt. Hervorgehoben werden inhaltlich-explorative Vorhaben, wie Recherchen zur Generierung von Inhalten und zukünftigen Konzeptentwicklungen sowie alle Tätigkeiten, die auf die Stabilisierung der künstlerischen Aktivitäten ausgerichtet sind, wie die nachbereitende Archivierung der künstlerischen Tätigkeiten, Neuausrichtung von verschobenen Vorhaben und ggf. vorbereitende Gastspielakquise. Im Sinne der Eindämmungsmaßnahmen der Pandemie darf es sich nicht um öffentliche Produktions-, Proben- oder Gastspieltätigkeiten handeln. Jeder Kommunikationsweg ist unter den geltenden Kontaktregeln in „physical distance“,  z. B. digital, herzustellen.

Die #takecare-Vorhaben sollen ihre Ergebnisse auch im diskursiven Zusammenhang der Freien Darstellenden Künste in der Bundesrepublik aufzeigen, sie müssen dokumentiert und als Erfahrungsberichte in einem Blog oder Social Media Kanal des Fonds unter #takecare in Teilen öffentlich zugänglich gemacht werden.

BERATUNG UND ANTRAGSFRIST

Alle Beratungen hierzu sind aktuell telefonisch nur sehr eingeschränkt, aber gerne per Mail möglich. Lesen Sie sich die Angaben gut durch, stellen Sie in Ihren Mails gezielte Fragen und reichen Sie ihre Anträge bis zum 05. April 2020 online ein, möglicherweise wird es weitere Zeitfenster für Anträge geben. Der Fonds entwickelt hierfür gerade alles Notwendige. Er wird in Beratung mit der BKM und dem Kuratorium die Anträge schnell und solidarisch zur Entscheidung bringen.

ERMÖGLICHUNG VON #takecare

Für dieses Programm stellt der Fonds Darstellende Künste eine viertel Million Euro zur Verfügung und plädiert für eine Erhöhung der Zuwendung an den Fonds, damit diese Förderung auch für bislang nicht durch den Fonds Darstellende Künste geförderte – aber dennoch bundesweit wirkende – Künstler*innen der Darstellenden Künste ermöglicht werden kann. Die Pandemie erfordert möglicherweise auch eine zweite oder dritte Vergaberunde von #takecare-Vorhaben.

Weitere Informationen finden sich hier.

 

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