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Nach den bösen Körpern folgen nun böse Frauenkörper – Christoph Winklers RechtsRadikal
© Frischefotos – Heiko Marquardt

tanzraumberlin
das magazin zur tanzcard | Mai/Juni 2013

Editorial

Gerade haben wir den langen Winter überwunden, der immerhin mit ungewohnter Produktionsfülle von fehlenden Sonnenstunden ablenkte, da legt auch schon der Frühsommer mit ebenfalls ungewohnter Festivaldichte nach.

betrachtung

Lustvolle Überforderung
Der Tanzkongress 2013 stimuliert mit Themenfülle

Womit uns das HAU unter Matthias Lilienthal fast ein Jahrzehnt erfolgreich provozierte und verführte, ist in diesem Jahr auch Devise des Tanzkongresses: ein schönes und aufregendes Überangebot an Veranstaltungen, von denen man idealiter alle besuchen möchte, realiter aber nur einige schafft.

kurzvorschau

Stadtutopie als Performancepoesie
Tanz, Klavier und zwei Virtuosinnen

Yui Kawaguchi ist laut der Fachzeitschrift tanz eine der "besten Tänzerinnen der Hauptstadt", beweglich, anmutig und schnell wie wenige. Deshalb macht sie auch in fast jedem Umfeld eine gute Figur – allein unter Opernsängern (Nico and the Navigators) oder unter Hip Hoppern (Flying Steps).

kurzvorschau

In weiter Ferne, so nah
tanzApartment live im Kino

Das interdisziplinäre Künstlerkollektiv tanzApartment reist momentan in hundert Tagen südlich ums Mittelmeer und durch Südosteuropa wieder gen Norden. Es handelt sich dabei nicht um die Ferien von Vanessa und Lorenz Huber, sondern um ein Rechercheprojekt: Moving Europe (Wie bewegt sich Europa?).

vorschau

Ballerina auf Abwegen
Die Balletttänzerin Xenia Wiest inszeniert zum zweiten Mal im Berghain

Xenia Wiest ist ein Multitalent. Sie kennt den streng strukturierten Alltag eines Opernballetts, hat in etlichen Produktionen des Staatsballetts Berlin mitgewirkt.

kurzvorschau

Radikale Ideologien
Gewalt hat kein Geschlecht

Mit einer extremen Radikalität bewegen sich Neonazis in ihren Verbrechen gegen jegliche Form von Andersartigkeit. Dass die Durchsetzung von Ideologien mit Gewalt keine reine Männersache ist, will Christoph Winkler in seinem Stück "RechtsRadikal" mit vier Tänzerinnen darstellen.

kurzvorschau

Doppelabend mit Skulptur
Körpertransformationen zwischen Punkten und Formen

Wie verwandelt sich der Körper zu einer Skulptur? Welche Dynamik entwickelt sich, wenn zwei Körper sich ineinander verstricken?

mapping dance berlin

Performancekunst an jeder Ecke
Hermann Heisig im Month of Performance Art

Das Neuköllner Agora-Kollektiv sucht nach Gemeinsamkeiten zwischen zeitgenössischem Tanz und Performance. Zusammen mit internationalen Künstlern begibt es sich beim dritten Berliner Month of Performance Art auf die Suche.

mapping dance berlin

Sacre du Printemps im Freien
Roger Bernat lädt zur tanzhistorischen Erfahrung

Es ist das Jahr der Rekonstruktionen. Nicht nur, aber vor allem, was Nijinskys 1913 uraufgeführtes "Le Sacre du Printemps" betrifft.

kurzvorschau

Festival der Frauen
Kurator Alex Moussa Sawadogo präsentiert namhafte Choreografinnen aus Afrika

Es sind Frauen, die maßgeblich zu ­seiner Entwicklung beigetragen haben, und Frauen, die seine ­Tradition heute fortsetzen.

kurzvorschau

Gewagte Rekonstruktion
Erinnerungsfetzen der Tanzgeschichte

2013 ist das Jahr der Rekonstruktionen, Neukreationen und Reflexionen. Auch das 1913 uraufgeführte "Le ­Sacre du Printemps"steht unter Revision. Nijinskys Choreografie wurde mehr als 200 Mal neu interpretiert, in legendärer Form etwa 1975 von Pina Bausch.

künstlerstimme

NOT MY TEXT
Martin Schick sucht den postkapitalistischen Ausstieg

Eigentlich wollten die Festivalkuratoren nur ein stinknormales Stück von ihm. Doch nicht mit Martin Schick. Dem Tanzmarkt die eigene Ware feilbieten, ohne den Markt selbst zu hinter­fragen, das tut heute kaum noch ein Tanzschaffender.

vorschau

Ein ungleiches Paar
Zwei Tanzphänomene treffen bei Foreign Affairs aufeinander

Matthias von Hartz gibt seinen Einstand bei den Berliner Festspielen mit einem kuratorischen Knall.

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george tabori preis
Ensembles freier Theater- und Tanzschaffender werden geehrt

Der Fonds Darstellende Künste zeichnet das Leipziger Figurentheater Wilde & Vogel mit dem 20.000 € dotierten Hauptpreis aus – es ist eines der innovativsten Ensembles für Figurentheater in Deutschland. Den Förderpreis in Höhe von 10.

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For the Disconnected Child
Eine Uraufführung von Falk Richter | Koproduktion mit der Staatsoper Unter den Linden im Rahmen von INFEKTION! Festival für neues Musiktheater

Das neue Projekt von Falk Richter untersucht den Wunsch nach Verbindung, die Suche nach Begegnung und die Sehnsucht nach Auflösung in einem Kosmos zunehmend flüchtig werdender Lebens-, Beziehungs- und Gesellschaftsentwürfe.

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